AIWA AM-F75

Die Minidisc galt ja mal als DAS Ding schlechthin: Endgültiger Ablöser der Kassette, anders als CD beliebig wiederbeschreibbar, man konnte die aufgenommenen Tracks vielfältig bearbeiten usw. Für eine gewisse Zeit war dies auch so: Leider konnte sich der Rechteinhaber an dem dahinterstehenden Komprimierverfahren (die Daten wurden zwar digital, aber nach dem ATRAC-Verfahren komprimiert geschrieben) nicht dazu durchringen, den Standard irgendwann frei zu geben. Dies hätte es beispielsweise ermöglicht, Minidisc-Laufwerke direkt an den PC anzuschließen und so vereinfachte Datenübertragungen anstellen zu können. Wie auch immer, Sony wollte das wohl nicht, so blieb es bei einer zeitlich begrenzten Nischenfunktion. Im Jahre 2007 wurde lt. Wikipedia die Produktion von Endgeräten eingestellt. Nicht zuletzt die aufkommenden mp3-Player haben für das Ende gesorgt.
Mein AIWA AM-F75 diente als äußerst flexibles Reportagegerät, als Heimrecorder und als mobiler Audioplayer. Die Tasten waren größer und damit deutlich besser bedienbar als bei den Sony-Geräten, zudem war die manuelle Aussteuerung während der Aufnahme mittels des großen Jogwheels ein von mir geliebtes technisches Feature. Und: Das blaue gebürstete Alucase war echt vorzeigbar, da nahmen sich selbst Kratzer elegant drauf aus …

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