Monthly Archives: Februar 2012

Letzte Bücher OL/Sport

The Art of Running

Ich gebe es zu – gelegentlich lese ich mir durch, was ein großer Onlinehändler mir an Produkten „empfiehlt“.
Da ich mal wieder auf der Suche nach einer leichtgängigen und dennoch interessanten Lektüre war, stieß ich auf das Buch bookcover„Born to run“ von Christopher McDougall. Das gibt’s auch bereits in deutscher Übersetzung, die englische Ausgabe war aber deutlich preiswerter, also hat es auch diese getan.
Geschildert wird dort u.a. ein indigenes Volk im nördlichen Hochland von Mexiko, welches enorme Laufleistungen vollbringen kann. Alles ganz nett zu lesen, vielerlei Filmmaterial über die Helden und Orte des Buches findet man dazu auch bei Youtube: Man gebe hier zum Beispiel den Suchbegriff Tarahumara ein …

Und: Sind wir nun „geborene Läufer“? Mit Radio Jerewan kann man antworten: „Im Prinzip ja.“
McDougall begibt sich auf laufhistorische Spuren von vergessenen afrikanischen Kulturen, indianischen Ureinwohnern in Mexiko oder auch von Emil Zapotek. Er berichtet von Biologen, Anthropologen und Medizinern, die alle aus verschiedenen Blickwinkeln die Frage beleuchten, warum der moderne Mensch sowas Verrücktes macht wie Laufen: Angesicht nicht seltener lauftypischer Verletzungen eine durchaus berechtigte Frage, wenngleich McDougall hier mit den Zahlen wohl eher großzügig operiert.
Die Antworten, die er liefert (bzw. liefern lässt), sind aber oftmals überraschend und in jedem Falle fesselnd zu lesen. Und das nicht nur, weil er es versteht, die im Buch geschilderten Ultra-Wettkämpfe stilistisch spannend nachzuerzählen,  sodass jedes Sportlerherz ergriffen ist. Sondern auch, weil er die Beschreibungen seiner Reisen nach Mexiko bis hin zum ersten läuferischen Aufeinandertreffen mit den Einheimischen  geschickt mit den Fakten seiner vielfältigen Recherchen kombiniert.
Und sicherlich nicht ganz nebenbei hält er intelligentes Plädoyer für die Freiheit des Laufens jenseits vom Marktinteresse der Sportartikelhersteller und für die Verrückten, die diesen Traum jenseits von entsprechenden Massenveranstaltungen zu realisieren suchen.
Auch wenn manches Detail frei erfunden scheint – selbst wenn es nicht so war, wie er es beschreibt, gibt es doch keinen Grund daran zu zweifeln, dass es so nicht auch gut gewesen wäre.

 

Letzte Bücher

Intro

Meine Idee ist es, an dieser Stelle gelegentlich über Bücher zu berichten, die mir in die Hand und unter die Augen fielen. Die Letztgelesenen, nicht immer auch die Letzten.

Zur Zeit hole ich gerade recht Spannendes nach: Douglas Couplands Klassiker  „Generation X“ von Anfang der 90er – liest sich heute wie eine doppelte Zeitreise: In die Aufbruchszeit der 90er Jahre und von da aus kritisch in die 80er zurückschauend. Das seltsame Gefühl, was beim Lesen bleibt, rührt daher, dass man meint, wieder in der Gegenwart angekommen zu sein…

Demnächst vielleicht ein wenig mehr dazu – und über andere Bücher.

OL/Sport

… das neue Jahr hat begonnen!

Nachdem man fast denken konnte, dass der Winter dieses Jahr endlich mal aussetzt, ging es doch schon wieder ordentlich los. Bei Temperaturen unter -10 Grad hat sich mein aktuelles Laufpensum doch deutlich reduziert. Der Januar war eigentlich ganz gut losgegangen. Aber nun ja.

2011 war ja ein ganz gelungenes Jahr im Orientierungslauf für mich: Gewinn der Regionalrangliste in der Alterklasse H19K, 2.Platz bei der Landesmeisterschaft über die Mitteldistanz in der H35 (ok, es waren nur 4 Starter…) und mit Vereinskolleginnen und -kollegen ein achtbarer 20.Platz (von über 90 Teams) beim 24h-OL im Mai in Thüringen.

Im neuen Wettkampfjahr werde ich bei den Regionalranglistenläufen eher mal die Herrenhauptklasse probieren (statt der verkürzten Distanz), um dann bei den Landesmeisterschaften entsprechend fit zu sein. Ich könnte ja mittlerweile bei den Senioren ab 40 starten, nur tummeln sich da meist die Über-50-Jährigen – ein Nicht-Sieg wäre ganz schön blamabel … Also, schau’n wer mal.

Interessant ist sicher auch die  Deutsche Meisterschaft über die Langdistanz. Die findet im Oktober in Brandenburg statt, also kein weiter Weg!

Vielleicht sieht man sich ja.

Zum Schluss noch ein Wort vom aktuellen Weltmeister Thierry Gueorgiou an alle Orientierungsläufer/innen zum neuen Jahr, gefunden auf einer portugiesischen Webseite:

„I wish all orienteers an excellent 2012 and that they enjoy the forest. Practically in the end of my career I understand that, although the results are naturally important, the most important is the pleasure we take from our participation on the races. We can even be frustrated about our results, but we finish a race with health and always willing to run a new map and to take a different challenge. That’s what really counts. Health to everyone in 2012 and take well the beauty of our sport.“

http://orientovar.blogspot.com/2012/01/thierry-gueorgiou-its-with-confidence.html