Dolomiti, Tag 3

Zur Abwechslung sollte es heute eine Mountainbiketour sein. Nur ca. 60km, einfach das Val de Tamersc bis Pederü hochrollern und dann ein bisschen zu den oben liegenden Hütten klettern – hinterher wieder runterrollern. So dachte ich jedenfalls …
mtb-1Aber am Ende war es härter als gestern: Bergan-Strecken, die kaum fahrbar waren (steil, lose und z.T. sehr große Steine), Hitze, Bergab-Strecken aus den gleichen Bedingungen auch nur sehr vorsichtig fahrbar. Hat alles ewig gedauert, die geringe Geschwindigkeit, die z.T. kaum über der der Wanderer lag, brachte auch keinen Fahrtwind.
Trotzdem hoch bis zur Refugio Fanes, kleine Pause gemacht, im Bach erfrischt, Hefebier getrunken. Weiter bis zur Hütte Gran Fanes – da hätte man einfach umdrehen können, wäre auch okay gewesen, wollte ich aber nicht. Zeit war ja noch.
Also das Val de Fanes runter, fast unten an den grandiosen Cascades de Fanes Halt gemacht. Vom Rastplatz führte ein schmaler Pfad („Via Ferrata“) bis zum Wasserfall. Unten ab dem Parkplatz ein anderes Tal Richtung Ra Stua hoch. Die ersten steilen Meter waren zum Glück asphaltiert, das „rollte“ sich halbwegs. mtb-2Nach der Hütte kam dann der Abzweig Richtung Fodara hoch: Eine alte Militärstraße, die sich in engen Serpentinen steil hochschlägt. Dazu viel grobes Gestein – in meinen Zustand nicht fahrbar. War schon ziemlich platt. Dann endlich irgendwann oben auf dem Plateau – herrliche Rundsicht, nur konnte ich es kaum genießen, immer breiter. Dann endlich Fodara erreicht, von da ab nur noch bergab. Nur wieder kaum fahrbar: Das Gegenstück zu vorhin, extrem steile Militärstraße, die sich an einem sicher nicht dafür gedachten Steilhang nach unten windet. Immer wieder anhalten, abschnittsweise gerollt, aber immer mit nur einem Fuß in der Pedale, um schnell absteigen zu können. Beim Bremsen rutschte man nur.
Also mehr oder weniger mit den Wanderern bergab, bis endlich Pederü erreicht war. Hier unten war es nur noch wärmer als oben. Ab jetzt aber nur noch 12km leicht abschüssige Asphaltstraße bis St. Vigil. Leicht mittreten war ok, über kleine Wellen ging aber gar nicht mehr – total leer …
So fertig war ich lange nicht mehr.
Aber traumhafte Gegenden gesehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.