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Dinge, die ich nicht mehr habe

KTM 690 Enduro R

Ein Ticken zu brutal, ein Ticken zu viel Plastik an den Schrauben …

Ein unglaubliches Ein-Zylinder-Aggregat, was ich glaube ich nie bis zum Anschlag aufgerissen habe … Ist aber in guten Händen, denke ich. Mach’s gut. Wenn’s mal ruppig wird, denke ich an Dich und Deine unglaubliche Kraft.

Dinge, die ich nicht mehr habe Mopped

Goodbye, KLX250

imag0019Ja, jetzt ist sie weg. Wirklich. Trotz der Bemühungen. Hat trotzdem Spaß gemacht mir Dir, Kleine. Vor allem die Reise nach Thüringen werde ich nie vergessen. Mach’s gut, Dein neuer Eigentümer wird dich in Ehren halten, da bin ich sicher.

 

Dinge, die ich nicht mehr habe

X-Talon 212

x-talon212Das waren sie also, meine ersten „richtigen“ OL-Schuhe. Eher zufällig war ich auf englischen Websites auf die Marke Inov-8 gestoßen: Smart, cool, hoch funktionell – so der erste Eindruck. Das erste davon georderte Paar habe ich noch: Flyroc 310, eigentlich von mir als OL-Schuh gedacht, eine Weile auch dafür genutzt, am Ende aber dann doch zu sehr Wander- statt Laufschuh. Super Grip, aber wenig Abrollen. Die Marke war grundsätzlich aber als positiv empfunden. Und dann sah ich bei einem Vereinskollegen im Trainingslager 2010 in der Sächsischen Schweiz einen anderen Schuh der Marke: Nochmal spürbar leichter als meine (ging das überhaupt?), sehr dünne Sohle im Vorderfußbereich für unglaublich direkten Kontakt zum Untergrund, und dennoch dank Gumminoppen sehr guter Halt in der OL-Wildnis (von nassen Baumstämmen, die quer im Weg liegen, mal abgesehen).

Mit dennoch leichter Anfangsskepsis also mein Paar X-Talon 212 bestellt: An dem Tag, als sie kamen, spätabends nach der Arbeit noch eine kleine Testrunde um den Block gedreht: Ja, das Laufen auf festem Untergrund war etwas gewöhnungsbedürftig, aber auf Grasboden – ein echtes Glücksgefühl. Anfangs fühlten sich die Schuhe im Vorderbereich als etwas zu schmal an, aber das war, kann man rückblickend sagen, notwendig: So behielt man auch später, als sie begannen, auszuleiern, noch gut Halt.

Die etwas bange Frage war anfangs auch, ob der sehr leichte Schuh lange den Offroad-Widrigkeiten im Gelände trotzen kann. So richtig kaputt gegangen ist er letztlich aber nicht: Keine Naht oder Klebung aufgegangen (oder zumindest an keinen wichtigen Stellen), Brombeerranken, Regen, Schlamm: All das hat keine wirklich dramatischen Schäden hinterlassen, und das bei minimalster Pflege (die irgendwann vor einiger Zeit komplett eingestellt wurde).

Nun, nach dem letzten Trainingslager im Zittauer Gebirge, wurde es aber Zeit: Die Toe-Box ging nun irgendwie doch kaputt, keinen richtigen Halt mehr vorn, die eh sehr minimale Dämpfung hatte ihren Dienst eigentlich schon länger komplett eingestellt. Also Zeit, Adieu zu sagen: Nach fast sechs Jahren und annähernd 1000km querfeldein – war ’ne super Zeit mit Dir!

Ob dein Nachfolger diese Leistung auch vollbringen kann, wird man sehen. Mittlerweile bist Du bei OLern ein Massenprodukt, fast jeder trägt Dich, neue Farben, ein bisschen mehr Dämpfung.. Ob das besser ist, werde ich bald austesten.

Dinge, die ich nicht mehr habe

Lola

20140426_083117… ist nicht mehr da.
Sie ist in die ewigen Jagdgründe eingezogen.
Hallo Lola, keine Angst, ich komme auch irgendwann, wenn es Zeit ist.
Halt‘ mir ein schönes Plätzchen warm, ich weiß, Du hast da ein Auge für.

 

„Love is more than 8 times red.“

Westbam, Painted Love, 1988

Dinge, die ich nicht mehr habe

Wassersack

Wenn man wandernd für ein paar Tage im Wald verschwindet, gibt es manchmal ein Wasserproblem. Abends trinkt man zwar meist was anderes, aber mindestens für den morgendlichen Kaffee wassersacksowie ein paar grundlegende Körperflegemaßnahmen ist etwas Wasser gar nicht so schlecht. Und irgendwann vor vielen Jahren sah ich jemanden damit: Ein paar Kletterer stiefelten von Schmilka Richtung Winklerturm hoch: Einer trug ein mir bisher unbekanntes Outdoorutensil: Einen Wassersack. Ortlieb hatte sich schon früh mit Fahrradtaschen einen Namen gemacht, die gummierten Wassersäcke handelten ja letztlich vom gleichen Problem, nur sollte das Wasser hier drin und nicht draußen bleiben. Also die 40 Westmark berappelt und gekauft. Gedient hat das Teil neben dem Boofen in der Sächsischen Schweiz vor allem in mehreren Fahrradurlauben, zuletzt nur noch als Notwaschanlage bei Orientierungslaufwettkämpfen, wenn keine Dusche vorhanden war.

Die riesige Freude war es alles in allem aber nicht: Anfangs machte sich ein leicht gummierten Geschmack im Wasser breit, und gegen Ende wurde er mehr und mehr undicht. Nun ja. War trotzdem nett von Dir.

Dinge, die ich nicht mehr habe

Renault Rapid 1.6D

rapidDie Volksmundbezeichnung „Hundefänger“ hat mir nie gefallen. Eher „MitHundRumfahrer“. Denn das habe ich gemacht. Was passte alles in die kleine weiße Kiste: Mountainbike, Hund, Bierkasten, Schlafsack. Und die endlose Weite vor mir und im Rückspiegel. Wie hier 1997 auf Korsika.

Dinge, die ich nicht mehr habe OL/Sport

Stevens 8.5.2.

Stevens – ich weiß noch genau, wie ich eigentlich auf diese Fahrradmarke gekommen bin. In den frühen 90er Jahren kannte ich ein paar nette Leute in Halle/S., mit denen in gelegentlich Touren ins Umland unternahm. Zunächst meist wandernd, doch irgendwann war die Zeit reif, auch auf den Mountainbike-Zug aufzuspringen. Und ja: Da einer dieser Leute ein Stevens hatte, dachte ich mir, dass das wohl ok sei. 1995 gab es nicht so viele Fahrradläden wie heute, einer der wenigen neuen Läden in Dresden führte aber ganz zufälligerweise auch diese Marke. stevens852Stevens bezeichnete seine Modelle früher schlicht mit Nummern, und mein erstes war ein 7.1.2. Für mein studentisches Budget war dies mit einem guten Stahlrahmen mit einer mittleren Komponentengruppe (STX RC) genau das Richtige. Erste Touren in der Umgebung, bald auch Harz, irgendwann dann Frankreich, und auch auf Korsika war dieses Rad dabei. Nach ca. fünf Jahren wurde es mir leider aus dem Hausflur meiner damaligen Wohnung geklaut. Es war noch der Schlamm von der letzten Harztour dran gewesen … Für meine Wege in der Stadt hatte ich immer eine alte Möhre herumstehen, die ich bedenkenlos auch im Uni-Gelände anschließen konnte. Nach einiger mountainbikelosen Zeit sollte aber dennoch wieder ein Neues her: Ein Fahrradurlaub in Italien war geplant. Was es da so 2003 an neuen Stevensrädern im Laden zu sehen gab, bot wenig Hoffung: Grässliche Farbkombinationen und Scheibenbremsen, wohin man schaute. Das war schwierig. Zufällig stand in dem Laden aber ein fast neuwertiges gebrauchtes Rad zum Kauf: Mattschwarz und komplette XT-Gruppe, die ich mir neu nie hätte leisten können. Da übersah ich auch gern, dass der Rahmen eigentlich ein wenig zu groß für mich war. So wurde das 8.5.2. (siehe Bild) mein neuer Kompagnon. Nach fast 10 Jahren Einsatz, zum Schluss auch bei vielen MTBO-Events, habe ich es dann weiterverkauft. Goodbye, vielleicht gibt es dich ja noch.

Dinge, die ich nicht mehr habe

Adidas Marathon

Es gab mal Zeiten, wo nicht zehn weltweite Hersteller jedes Jahr 30 neue Laufschuhe auf den Markt schleuderten. Es gab mal Zeiten, wo Modelle mehr als ein Jahr im Angebot waren. Das waren die Zeiten des Adidas Marathon: Mindestens gefühlte zehn Jahre war dieses Modell komplett unverändert neu zu haben: Die dick auftragende Sohle mit dem hinten über die Ferse hinausstehenden Profil erinnerten eher an Wandertouren als an die Turnhalle der Berufsschule, wo ich sie bei einem Klassenkameraden das erste Mal sah. Aber 120 DM (West) waren ja kein Pappenstiel, aber als Geburtstagsgeschenk erhielt ich sie Ende der 90er dann doch. Und sie haben einiges mitgemacht: Neben dem gelegentlichen Fußballspielen waren es vor allem die Laufrunden, die an die Substanz gingen: Erst im Dresdner Prießnitzgrund, kurzzeitig auch mal in der Ukraine und später in Potsdam rund um den Griebnitzsee. Dahin, wo sie viele andere Nutzer gebrauchten, nämlich in den Straßenalltag, kamen sie erst am Ende ihrer Laufbahn. Schon sichtlich gezeichnet, war damit auch nicht mehr Vorzeigbares zu leisten, aber bequem war’s allemal.

Ein kleiner Trost ist, das moderne Laufschuhe die Dämpfung wieder reduzieren – so, wie es lange beim Adidas Marathon üblich war.

Dinge, die ich nicht mehr habe

AIWA AM-F75

Die Minidisc galt ja mal als DAS Ding schlechthin: Endgültiger Ablöser der Kassette, anders als CD beliebig wiederbeschreibbar, man konnte die aufgenommenen Tracks vielfältig bearbeiten usw. Für eine gewisse Zeit war dies auch so: Leider konnte sich der Rechteinhaber an dem dahinterstehenden Komprimierverfahren (die Daten wurden zwar digital, aber nach dem ATRAC-Verfahren komprimiert geschrieben) nicht dazu durchringen, den Standard irgendwann frei zu geben. Dies hätte es beispielsweise ermöglicht, Minidisc-Laufwerke direkt an den PC anzuschließen und so vereinfachte Datenübertragungen anstellen zu können. Wie auch immer, Sony wollte das wohl nicht, so blieb es bei einer zeitlich begrenzten Nischenfunktion. Im Jahre 2007 wurde lt. Wikipedia die Produktion von Endgeräten eingestellt. Nicht zuletzt die aufkommenden mp3-Player haben für das Ende gesorgt.
Mein AIWA AM-F75 diente als äußerst flexibles Reportagegerät, als Heimrecorder und als mobiler Audioplayer. Die Tasten waren größer und damit deutlich besser bedienbar als bei den Sony-Geräten, zudem war die manuelle Aussteuerung während der Aufnahme mittels des großen Jogwheels ein von mir geliebtes technisches Feature. Und: Das blaue gebürstete Alucase war echt vorzeigbar, da nahmen sich selbst Kratzer elegant drauf aus …

Dinge, die ich nicht mehr habe

Eine alte Aktentasche …

Ende der 90er schlenderte ich bei schönstem Frühlingswetter über einen Flohmarkt in Tübingen, als mir diese Ledertasche ins Auge fiel. Für einen fairen Preis wechselte sie den Besitzer und war mir fortan wichtiges studentisches Utensil. In den Folgejahren etwas vernachlässigt, machte dann der Hund irgendwann Gebrauch vom Trageriemen, selbst mehrere Nahterneuerungen bei Schuster haben den Verfall letztlich nicht aufhalten lassen. Neulich landete sie im Kleidercontainer. Mach’s gut …