Ken Follett: Whiteout

Noch so ein page turner aus der Bücherzelle: Ken Follett war bisher an mir vorübergegangen, so gab ich ihm eine Chance. Ja, „international bestseller“ und so, also los geht’s. Aus einem Hochsicherheitslabor entweichen zunächst höchst gefährliche Proben. Der Vorfall wird eindrücklich als Krimi erzählt. Anschließend erfolgt eine umfangreiche und geschickte Einführung zahlreicher weiterer Personen, die im späteren Verlauf wichtig werden sollten.

Im großen finale grande, dem ein weiterer Aus- bzw. Einbruch in das Labor zugrundeliegt, nimmt dann jede dieser aufgestellten Personen ihre je besondere Rolle ein. Was dann alles passiert, ist so auf einen Kulminationspunkt entwickelt, dass man sagen kann, die Geschichte ist vorbildlich von Anfang bis Ende konstruiert.

Ein must read ist es trotzdem nicht, dazu ist am Ende alles viel zu sehr als „Thriller“ aufgesetzt oder auf ein späteres Drehbuch als Film ausgerichtet. Ken Follett ist ein auf Masse produzierender Vielschreiber. Handwerklich okay, eine gute Geschichte ist es trotzdem nicht. Dafür sind die Figuren viel zu einseitig. Trotzdem oder auch deswegen 2010 als Zweiteiler in Deutschland verfilmt.

Ken Follett: Whiteout, engl. Original 2004

This article was written by st

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